Best of - Chronik der letzten Jahre

Klangräume – Vernissage und St. Martin

Gelassen setzt der fünfzehnjährige Jens seine Schritte. Er trägt Stepperschuhe, die jeden Schritt mit Geräuschen untermalen und bewegt sich auf vier unterschiedlichen Untergründen hin und her.
Dann erhält er Unterstützung von Björn, einem Jugendlichen im gleichen Alter. Mit ernsthaftem Gesichtsausdruck bewegen sich die beiden jungen Männer immer abwechslungsreicher. Bald jedoch ist ihren Gesichtern die Freude am Experimentieren mit den erzeugten Klängen immer deutlicher anzusehen.
Auf diese Weise haben die Schüler/innen der Oberstufen der Friedrich-Fröbel-Schule in Bergisch Gladbach Moitzfeld am Freitag, dem 14. November, das diesjährige Martinsfest eröffnet.
Dank der großzügigen Finanzierung durch den Landschaftsverband Rheinland
und den schuleigenen Förderverein wurde dieses besondere Highlight für die Kinder und Jugendlichen aus der Fröbelschule möglich.
So konnten die Instrumente der Aktion „KlangRäume“ aus dem Rheinisch Bergischen Kreis in die Schule geholt werden, wo sie zwei Wochen lang unter fachkundiger Anleitung der Musikpädagoginnen Rita Lysberg und Uta Vossebrecker allen Schüler/innen, zur Verfügung standen. Die Ergebnisse der Arbeit mit den Instrumenten der Klangräume wurden dem interessierten Publikum in zwei unterschiedlichen Aufführungen präsentiert.!

Beide Gruppen bereicherten das Fest mit einer fröhlichen, zauberhaften Reise in die Klangwelt, wobei sich die Experimentierfreude der Darsteller/innen zunehmend alle Befangenheit vergessen ließ. Die Instrumente in Personengröße eignen sich u.a. besonders, um auch Kindern und Jugendlichen mit schweren Behinderungen intensive Klang- und Musikerlebnisse zu ermöglichen.
Eine weitere Attraktion bot die Vernissage „Tiermomente“ und der dazu gehörige Bilderverkauf, sowie die Vorstellung des neuen Fröbelschulkalenders mit gleichem Namen durch das Malatelier. Seit vielen Jahren werden im Malatelier der Fröbelschule Jugendliche mit besonderen gestalterischen Fähigkeiten gefördert. Über den Umgang mit vielfältigen Materialien und durch unterschiedliche Techniken lernen sie, sich auszudrücken und ihren inneren Bildern eine Form zu geben. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und sind in Form von Kalendern, Büchern und Postkarten weit über die Schulgemeinschaft hinaus bekannt und begehrt . Zahlreiche Bilder und Kalender werden nun sicherlich an Weihnachten auf den Gabentischen zu finden sein.
Gegen 18.15 Uhr führten ein St. Martin (besser gesagt, eine St. Martina) mit ihrem Pferd und eine Blaskapelle, die Musikgemeinschaft Bechen, den großen Zug der Schüler/innen und ihrer Gäste durch die Straßen der Umgebung, liebevoll von den Anwohnern durch erleuchtete und geschmückte Fenster der Häuser entlang der Straße unterstützt.
Doch zuvor, zwischen 15 und 18 Uhr, konnten die Besucherinnen und Besucher originelle selbstgemachte Laternen, zahlreiche musikalische und spielerische Attraktionen für Kinder und Jugendliche und eine vielseitige, attraktive Beköstigung, verbunden mit livemusikalischer Untermalung im Schulgebäude genießen.
Der Ausklang am Martinsfeuer , verbunden mit einigen letzten Liedern der Kapelle und den traditionellen Weckmännern sorgte für einen fröhlichen Abschluss des Schulfestes.Bitte geben Sie hier Ihren Text ein!

Erste Inklusive Karnevalsgruppe in Refrath 2013

Völlig unauffällig und "normal" kam sie daher: Fußgruppe Nummer 20 im Refrather Karnevalszug 2013. Spektakulär war sie höchstens wegen ihrer Größe von über 100 Personen, der höchsten Kostümvielfalt des Zuges und spektakulär guter Laune.
Ihr Motto:
Refrather Nachwuchs -25 Jahre völlig jeck, mit der Fröbelschule im Gepäck!
So richtig verstanden hat diesen Spruch wohl kaum einer der Jecken am Straßenrand.
Wer zieht da gerade vorbei?
Der Refrather Nachwuchs ist eine Gruppe alter Refrather, die aus Spaß am Feiern und Kostüme nähen in diesem Jahr zum 25. Mal im Refrather Karnevalszug mitgegangen ist. Aufgrund dieses Jubiläums sollten in diesem Jahr alle Kostüme nochmals präsentiert werden.
Die Fröbelschule ist eine Förderschule mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (so der offizielle Name), die die meisten Leser als Fröbelschule in Moitzfeld kennen. Die Schule ist vor drei Jahren zum ersten Mal in Refrath mit dem Zug mitgegangen, weil auch hier die Schüler gerne und ausgiebig Karneval feiern und auch mal mit dem Zug gehen und Kamelle werfen wollten. Auf der Suche nach einem Ort, wo man sich vorher treffen und nachher noch feiern konnte wurde man fündig beim Refrather Nachwuchs, der seit Jahren in der Aula einer Schule seine Nach-dem-Zug-Fete feiert und die neue Gruppe bereitwillig aufnahm.

Das gemeinsame Feiern klappte so gut, dass in diesem Jahr eine neue Idee entstand: Könnten wir nicht einfach zusammen gehen? Als Riesengruppe? In all den beinahe schon "historischen Kostümen" des Refrather Nachwuchses? Gesagt – getan. Und ist es jemandem aufgefallen? Hoffentlich nicht, denn dann war diese Aktion inklusiv im besten Sinne: Einfach "normal". Mit dem Zug war die Gemeinsamkeit jedoch noch längst nicht zu Ende, denn es folgte eine Riesenfete. Eröffnet wurde das Programm mit einem absoluten Highlight: Die Labbese spielten einfach so "für de Pänz" – die von der Fröbelschule und die vom Refrather Nachwuchs – und natürlich auch zur Freude der Erwachsenen, sehr privat, sehr persönlich, mit viel Kontakt zum Publikum, einfach klasse..
Darauf folgte eine Modenschau mit der Präsentation aller Kostüme. Gleich Kostümierte betraten zusammen den Laufsteg. Man verstand sich spontan und hatte Spaß miteinander, egal ob vom Refrather Nachwuchs oder aus der Fröbelschule.
Schließlich der Auftritt des Refrather Dreigestirns. mit komplettem Gefolge. Das erinnerte sich sogar an das besondere Faible eines Kindes vom letzten Jahr für die Federn des Bauern – und hatte aus diesem Grund sogar extra eine mitgebracht, die nun feierlich überreicht wurde. Zu welcher der beiden Gruppen das Kind gehörte? Ist doch wohl egal, oder?
Inklusion tun statt zu reden – allen, die mitgemacht haben, hat es super viel Spaß gemacht!

Scheckübergabe in der Trainingswohnung im April 2012: Zu Gast bei Freunden

Der nagelneue Tisch ist festlich gedeckt: blau-weißes Geschirr mit gelben Servietten. Zehn Personen finden dort Platz, wenn sie eng zusammen rücken. Gastgeber Salvatore fragt Frau Decker van Elst, was sie trinken möchte, Kaffee, Tee oder Wasser? Fünf Besucherinnen und Besucher werden gebeten, an der Kaffeetafel Platz zu nehmen. Es sind gute Bekannte, Herr Langmak, 1. Vorsitzender des SSV Ommerborn Sand, Frau van Elst, die Jugendkassenwartin, Frau Romano. und Frau Wiehlpütz sowie Spielersprecher Brian Csapo vom Jugendvorstand des Vereins.
Die beschriebene Szene findet am 19. April 2012 in der Trainingswohnung der Friedrich-Fröbel Schule statt. Katharina und Daniela, die, wie Salvatore seit Februar am Wohntraining teilnehmen, sind noch etwas schüchtern. Salvatore sagt. „Den nächsten Kaffee kocht ihr aber.“ Dann trägt er voll Stolz Jennys selbst gebackenen Kuchen auf.

Der SSV Ommerborn Sand hat schon zum zweiten Mal gespendet, diesmal einen Scheck über 250,00 €. Die Jugendlichen haben sich noch nicht darüber geeinigt, ob die heutige Spende für neues Kaffeegeschirr oder für die Erneuerung die Arbeitsplatte in der Küche eingesetzt werden soll.
Der SSV Ommerborn Sand unterhält seit Jahren enge Beziehungen zur Friedrich-Fröbel-Schule. Vorsitzender Langmak sagt: „Uns ist egal, ob jemand die deutsche Staatsangehörigkeit hat oder nicht, oder ob er behindert ist oder nicht. Wir leben und spielen einfach miteinander.“


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